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Festgeldkonto oder Festgeld

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Ein Festgeldkonto, auch Termingeld genannt, ist ein Bankprodukt, das es Ihnen ermöglicht, Kapital für einen festgelegten Zeitraum gegen eine vertraglich garantierte Rendite anzulegen. Seit den Zinserhöhungen , die 2022 begannen, haben Festgelder ein Wiederaufleben ihrer Beliebtheit erlebt. Wir wollen untersuchen, wie sie funktionieren, sowie ihre Vor- und Nachteile.

So funktionieren Festgelder

Ein Festgeld ist ein unreguliertes Anlageprodukt, dessen Bedingungen zwischen einem Sparer oder Anleger und seiner Bank frei vereinbart werden. Es gibt verschiedene Arten von Festgeldern:

  • Fester Zinssatz: Der Zinssatz wird bei Eröffnung festgelegt und bleibt während der gesamten Vertragslaufzeit unverändert.
  • Variabler Zinssatz: Der Zinssatz entwickelt sich gemäß einem Referenzindex.
  • Progressiver Zinssatz: Der Zinssatz steigt im Laufe der Zeit, um längerfristiges Sparen zu fördern.

Der Zeitraum, für den die Gelder gebunden sind, variiert typischerweise zwischen mindestens 1 Monat und mehreren Jahren. Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher die Rendite. Im Gegenzug sind die Gelder während des vereinbarten Zeitraums gesperrt, außer in Fällen vorzeitiger Auszahlung mit Strafgebühren.

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Vor- und Nachteile von Festgeldkonten

Vorteile:

  • Im Voraus bekannte Rendite: Bei einem Festgeld mit festem oder progressivem Zinssatz weiß der Sparer genau, wie viel seine Ersparnisse einbringen werden.
  • Sicherheit: Die Bank, die das Produkt anbietet, verpflichtet sich in der Regel, das Kapital zu garantieren. Solange das Institut finanziell solide ist, bietet dies erhöhte Sicherheit für den Sparer.
  • Diversifikation: Möglichkeit, mehrere Konten mit unterschiedlichen Anlagehorizonten zu eröffnen.

Nachteile:

  • Kapitalbindung: Gelder sind bis zur Fälligkeit gesperrt. Vorzeitige Abhebungen erfordern eine fristgerechte Kündigung und ziehen oft Strafgebühren nach sich. Wird die Auszahlung innerhalb des ersten Monats beantragt, werden keine Zinsen gezahlt.
  • Geringe Flexibilität: Ein Betrag wird bei Vertragsabschluss angelegt, ohne die Möglichkeit, später weitere Einzahlungen vorzunehmen.
  • Oft hohe implizite Margen: Banken wenden oft hohe Margen im Vergleich zu Geldmarktzinsen an, was Festgeldanlagen weniger attraktiv und weniger rentabel macht als die Anlage in einen Geldmarktfonds.

Besteuerung von Festgeldern für Privatpersonen

In Frankreich werden erzielte Zinsen mit der einheitlichen Pauschalsteuer von 30 % besteuert, bestehend aus:

  • 12,8 % Einkommensteuer (Option für progressive Steuersätze möglich, aber unwiderruflich und gilt für alle Kapitalerträge)
  • 17,2 % Sozialabgaben.

Die Steuer wird in der Regel von der Bank an der Quelle einbehalten, die dann das Kapital nach Steuern an den Sparer auszahlt. Diese Besteuerung muss bei der Berechnung der realen Rendite der Anlage berücksichtigt werden.

Wie eröffnet man ein Festgeldkonto?

Die Eröffnung eines Festgeldes erfolgt über ein Bank- (oder Kredit-)Institut. Die Konditionen variieren oft erheblich von einem Institut zum anderen. Vor dem Abschluss empfiehlt es sich, Angebote zu vergleichen und einen Finanzberater zu konsultieren.

Der Festgeldvertrag muss Folgendes festlegen:

  • Die Anlagedauer
  • Der Mindest- und Höchstanlagebetrag
  • Der anwendbare Zinssatz (fest oder variabel)
  • Zahlungs- und Verlängerungsbedingungen
  • Bedingungen für vorzeitige Abhebungen und damit verbundene Strafgebühren.

Fazit

Festgelder stellen eine sichere Anlage dar, attraktiv für diejenigen, die eine garantierte Rendite ohne Kapitalverlustrisiko suchen. Ihre vertragliche Komplexität und mangelnde Flexibilität sollten jedoch vor dem Abschluss berücksichtigt werden.

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Es ist wichtig zu betonen, dass höhere Renditen bei längeren Bindungsfristen nicht immer garantiert sind. Dies hängt von der Form der Zinskurveab. Ist die Kurve invers, können kurzfristige Zinsen höher sein als mittel- oder langfristige Zinsen.

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