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Investmentfonds vs. Offene Investmentgesellschaften: Was sind die Unterschiede?

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UCITS (Organismen für gemeinsame Anlagen in übertragbaren Wertpapieren) bieten Sparern, Anlegern und Finanzverwaltern die Möglichkeit, Portfolios von Finanzinstrumenten zu erwerben, ohne diese direkt verwalten zu müssen.

Diese Produkte werden zwingend von Portfoliomanagementgesellschaften (PMCs) verwaltet, die in Frankreich von der Finanzmarktaufsichtsbehörde (AMF) zugelassen sind. Offene Investmentgesellschaften (SICAVs) und Investmentfonds (FCPs) sind die beiden wichtigsten Rechtsformen, die OGAW annehmen können. Diese weisen einige spezifische Merkmale auf, die wir in diesem Artikel näher beleuchten werden.

SICAV: Eine Gesellschaftsform mit Stimmrechten

Eine SICAV ist eine offene Investmentgesellschaft. Sie gibt Anteile aus, deren Wert durch den Nettoinventarwert des Fonds bestimmt wird. Als Aktionäre haben Anleger Stimmrechte auf Hauptversammlungen, wodurch sie die Verwaltung des Fonds beeinflussen können. Diese Struktur bietet eine klare Unternehmensführung, wobei ein Verwaltungsrat die Administration überwacht, während die Vermögensverwaltung von einer Portfoliomanagementgesellschaft übernommen wird.

FCP: Miteigentum an Vermögenswerten ohne Stimmrechte

Im Gegensatz zu SICAVs besitzt ein FCP keine eigene Rechtspersönlichkeit. Es fungiert als Miteigentum an Vermögenswerten, wobei Anleger Anteile proportional zu ihrer Investition halten. Diese Anteile können auf Basis des Nettoinventarwerts des Fonds verkauft werden, aber die Anteilinhaber haben keine Stimmrechte und können die Verwaltung des Fonds nicht beeinflussen. Die Administration des FCP wird ebenfalls von einer Verwaltungsgesellschaft übernommen, jedoch ohne die direkte Beteiligung der Anleger.

Hauptunterschiede zwischen SICAVs und FCPs

SICAVs und FCPs unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Rechtsform. Eine SICAV ist eine Gesellschaft, während ein FCP ein Miteigentum an Vermögenswerten ohne Rechtspersönlichkeit ist. Hinsichtlich der Verwaltung beinhaltet eine SICAV eine partizipative Unternehmensführung mit Stimmrechten für Aktionäre, im Gegensatz zu FCPs, bei denen die Anleger völlig passiv sind. Beide Fondsarten werden von einer Portfoliomanagementgesellschaft, aber die damit verbundenen Gebühren können variieren, wobei SICAVs manchmal teurer sein können.

Management und Struktur: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Ob FCP oder SICAV, beide Fonds werden von Verwaltungsgesellschaften verwaltet, die unabhängig von ihrer eigenen Struktur sind. Zudem können sie diversifiziert sein, verschiedene Arten von Vermögenswerten umfassen oder sich auf einen bestimmten Sektor spezialisieren. Der Hauptunterschied liegt in der Art und Weise, wie Anleger mit diesen Fonds interagieren. SICAV-Anteilseigner spielen durch Hauptversammlungen eine aktive Rolle in der Unternehmensführung, während FCP-Anleger kein Recht auf Beteiligung an der Verwaltung haben.

Besteuerung und Gebühren: Gemeinsamkeiten und Auswirkungen auf die Rendite

Aus steuerlicher Sicht unterliegen FCPs und SICAVs demselben Regime: Kapitalgewinne und Erträge werden in der Regel mit einem Pauschalsatz von 30 % (Flat Tax) besteuert, der sowohl die Einkommensteuer als auch die Sozialabgaben umfasst. Hinsichtlich der Gebühren können beide Fondsarten Ausgabeaufschläge, Verwaltungsgebühren oder Performancegebühren erheben. Die Gebühren von FCPs sind jedoch in der Regel etwas niedriger als die von SICAVs, da letztere zusätzliche Kosten aufgrund ihrer Rechtsform haben.

Fazit: Wie wählt man zwischen FCP und SICAV?

Die Wahl zwischen einem FCP und einer SICAV hängt hauptsächlich von Ihrer Bereitschaft ab, sich in die Unternehmensführung einzubringen. Wenn Sie eine aktive Rolle in der Unternehmensführung spielen möchten, indem Sie Ihre Stimmrechte bei Hauptversammlungen ausüben, ist eine SICAV besser geeignet. Bevorzugen Sie hingegen eine delegierte Verwaltung, ohne sich in die täglichen Entscheidungen einmischen zu müssen, ist ein FCP eine völlig ausreichende Option. Unabhängig von Ihrer Wahl stellen OGAW ein hervorragendes Instrument zur Kapitalallokation dar, sei es zur Optimierung Ihres Cash-Managements mit Geldmarktfonds oder zum Investieren und Spekulieren über Aktien- oder Rentenfonds.

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