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Was ist eine Nullkuponanleihe?

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Nullkuponanleihen sind eine spezielle Art von Anleihen, die im Gegensatz zu herkömmlichen Anleihen keine Zinsen (im Finanzjargon „Kupon“ genannt) zahlen. Sie werden in der Regel unter ihrem Nennwert (auch Parwert oder Rückzahlungswert genannt) ausgegeben und erwirtschaften für den Anleger bei Fälligkeit einen Gewinn durch die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem zurückgezahlten Betrag.

Wie Nullkuponanleihen funktionieren

Eine Nullkuponanleihe wird mit einem Abschlag auf ihren Nennwert ausgegeben. Zum Beispiel könnte eine Anleihe mit einem Nennwert von 1.000 € für 950 € verkauft werden. Der Anleger erhält während der Laufzeit der Anleihe keine Zahlungen, profitiert aber von der allmählichen Wertsteigerung der Anleihe, bis sie am vereinbarten Fälligkeitstermin für 1.000 € eingelöst wird.

Die Rendite der Anleihe ergibt sich ausschließlich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Rückzahlungswert. Dieser Kapitalgewinn stellt den Gewinn des Anlegers dar.

Zinssensitivität

Nullkuponanleihen sind zinssensitiv. Steigen die Zinsen, sinkt der Marktwert dieser Anleihen, da Anleger anderswo höhere Renditen erzielen können. Umgekehrt steigt ihr Wert, wenn die Zinsen fallen.

Verwendung von Nullkuponanleihen

Nullkuponanleihen werden häufig zur kurzfristigen Finanzierung eingesetzt. Zum Beispiel werden Schatzwechsel fast immer in dieser Form ausgegeben. Im Gegensatz zu anderen Anleihearten sind diese Instrumente leicht verständlich, und die Berechnung ihrer Rendite ist besonders einfach.

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