Ein Tag im Leben von Smart Cash
In einem früheren Artikel haben wir einen Blick hinter die Kulissen unserer Abläufe geworfen und den typischen Tagesabl

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In unserem letzten Artikelhaben wir erklärt, wie Zentralbanken die risikofreien Zinssätze steuern, indem sie die Konditionen festlegen, zu denen sie Geschäftsbanken Kredite gewähren und Zinsen auf deren Einlagen zahlen.
Das Problem ist, dass nur Banken Zugang zur Zentralbank haben. Glücklicherweise gibt es für Unternehmen und Privatpersonen eine andere Möglichkeit, risikofreie Zinssätze zu nutzen, die wir heute besprechen werden: die Investition in Schatzwechsel.
Schatzwechsel sind kurzfristige Schuldverschreibungen (in der Regel mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr, meist 3 oder 6 Monate), die von Regierungen ausgegeben werden, um ihren Liquiditätsbedarf zu decken.
In Frankreich ist es die Agence France Trésor, eine Abteilung des Finanzministeriums, die diese Wertpapiere im Namen der Regierung ausgibt. Das Akronym „BTF“ bezieht sich auf französische Schatzwechsel, die nicht mit „OAT“ verwechselt werden sollten, einem bekannteren Begriff für französische Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten (von 2 bis 50 Jahren).
Im Allgemeinen hat jedes Land seine eigene Emissionsagentur und spezifische Bezeichnungen für seine Schatzwechsel. In den USA zum Beispiel sind sie bekannt als „T-Bills“ (kurz für „Treasury Bills“).

Trotz dieser terminologischen Nuancen weisen Schatzwechsel jedoch hauptsächlich gemeinsame Merkmale auf.
Schatzwechsel, die von Regierungen wohlhabender Länder ausgegeben werden, gelten weithin als ausfallrisikofrei. Obwohl allgemein bekannt ist, dass es kein Nullrisiko gibt, ist es weitaus seltener, dass ein Staat seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt, als eine Bank.
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Diese wirtschaftliche Realität ist großen Unternehmen wohlbekannt, die ihre Liquiditätsüberschüsse eher in Schatzwechsel investieren, als sie auf Bankkonten zu belassen.
Abgesehen von ihrem minimalen Kontrahentenrisiko sind Schatzwechsel unkomplizierte und hoch standardisierte Finanzinstrumente. Sie werden mit einem Abschlag auf den Betrag ausgegeben, den die emittierende Regierung bei Fälligkeit zurückzuzahlen verspricht. Ihre Rendite ist im Wesentlichen die Differenz zwischen diesem Fälligkeitswert und dem bei der Emission angewendeten Abschlag (oder dem Kaufpreis im Falle eines Kaufs auf dem Sekundärmarkt).
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Von der Emission bis zur Fälligkeit werden Schatzwechsel kontinuierlich an organisierten und OTC-Märkten (Over-the-Counter) gehandelt. Nach den Devisenmärkten (Forex) sind die Märkte für Schatzwechsel die liquidesten im gesamten Finanzsystem.
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Die Möglichkeit, Schatzwechsel in großen Mengen zu kaufen oder zu verkaufen, ohne deren Marktpreis zu beeinflussen, macht sie zu besonders attraktiven Vermögenswerten.
Schließlich werden die Renditen von Schatzwechseln, obwohl die Märkte für Schatzwechsel ihre eigene Angebots- und Nachfragedynamik aufweisen, stark – wenn nicht sogar maßgeblich – von den risikofreien Zinssätzen der Zentralbanken beeinflusst. Dies ist nicht überraschend, da ihr Risikoprofil dem von Zentralbankeinlagen ähnelt.
Die folgende Grafik zeigt, dass die jüngsten Zinserhöhungen , die von der US-Notenbank im März 2022 eingeleitet und später von der EZB übernommen wurden, zu einem entsprechenden Anstieg der Renditen von Schatzwechseln geführt haben, die in den USA nun über 5 % und in Europa bei rund 4 % liegen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die einzigartigen Eigenschaften von Schatzwechseln – wie ihre Sicherheit, Einfachheitund Liquidität— sie zu idealen Vermögenswerten für die Anlage von nicht-spekulativem Kapital über Zeiträume von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten machen.
In unserem nächsten Artikel werden wir die einfachsten und sichersten Wege für Unternehmen und Privatpersonen untersuchen, um Schatzwechsel zu kaufen und zu verkaufen.
Bei Spiko bieten wir einfachen Zugang zu risikofreien Zinssätzen in Euro und Dollar über regulierte Finanzprodukte, die als „Geldmarktfonds“ bezeichnet werden. Spiko-Geldmarktfonds halten Schatzwechsel, die von den stabilsten Regierungen der Eurozone und der US-Bundesregierung ausgegeben werden. Sie bieten eine tägliche Rendite auf Ihr Bargeld mit voller Liquidität, ohne Kündigungsfristen, ohne Strafen und ohne Abhebungsgebühren.
Schatzwechsel sind kurzfristige Schuldverschreibungen, die von Regierungen ausgegeben werden, typischerweise mit Laufzeiten von 1, 3 oder 6 Monaten. Ihr extrem geringes Gegenparteirisiko und hohe Liquidität machen sie zu einzigartigen Finanzanlagen, die sich perfekt eignen, um nicht-spekulatives Kapital, wie z.B. Bargeld, für Zeiträume von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten zu parken. Heute sind sie die beste Möglichkeit für Unternehmen und Privatpersonen, Zugang zu den risikofreien Zinssätzen der Zentralbanken zu erhalten, die nun deutlich positiv sind.
In Frankreich ereignete sich der letzte Staatsbankrott im Jahr 1797. Dominique Ramel, der Finanzminister unter dem Direktorium, erließ ein Gesetz, das zwei Drittel der französischen Staatsschulden aufhob. Dieses Ereignis wurde als „Bankrott der zwei Drittel“ bekannt.
In diesem Jahr erreichte das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen von US-Staatsanleihen 175 Milliarden US-Dollar (Quelle: TRACE). Dieses Volumen ist tausendmal größer als das der liquidesten Aktie an der Pariser Börse (LVMH).
In der Finanzterminologie bezeichnet eine Nullkuponanleihe eine Schuldverschreibung, die, ähnlich einem Schatzwechsel, vor ihrer Fälligkeit keine Zinsen zahlt. Nachfolgend ein Beispiel für einen einjährigen Schatzwechsel, der mit einem Abschlag von etwa 5 % (95 €) im Vergleich zu seinem Fälligkeitswert (100 €) ausgegeben wird:

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